Gestern haben wir euch von neuen Meldungen aus den chinesischen Fabriken von Foxconn berichtet. Dort werden unter anderem Wii U-Konsolen für Nintendo hergestellt. Wie nun ans Licht kam, waren an der Produktion der neuen Konsole auch Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren beteiligt, die zur Arbeit in den Fabrikhallen gezwungen wurden und unter miserablen Arbeitsbedingungen leiden mussten. Foxconn hat den Vorfall eingeräumt und schnelle Konsequenzen versprochen.
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Der Schaden ist dennoch angerichtet - denn jeder weiß, dass es bei Foxconn weiterhin vereinzelt oder großflächig zu Ausbeutung kommen wird und dass Produkte von Apple, Nintendo, Samsung, Sony & Co. direkt oder indirekt davon betroffen sind oder sein können. Die Unternehmen wollen mit dem schlechten Image des Produzenten ungern in Verbindung gebracht werden - vor allem für Apple hat Foxconn in den vergangenen Jahren viel negative PR bedeutet. Nintendo reagiert jetzt, einen Tag nach Bekanntwerden der Vorfälle, mit einer Stellungnahme.
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Man sei sich seiner weltweiten Verantwortung in der gesamten Lieferkette bewusst und habe sich bereits im Juli 2008 zu fairen Arbeitsbedingungen bekannt. In Richtlinien sei genau festgelegt, wie Vertragspartner mit ihren Arbeitskräften umzugehen hätten. "Auch Foxconn muss sich an diese Richtlinien halten. [...] Treten Verstöße auf, verlangt Nintendo, diese Praktiken zu verändern", heißt es in der knappen Stellungnahme. Man stehe in Kontakt mit Foxconn und werde die Vorfälle jetzt untersuchen.
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Die betroffenen Jugendlichen seien indes von der als "Praktikum" getarnten Zwangsarbeit entlassen worden. Dennoch schätzen Experten, dass etwa 3% der 1,2 Millionen Foxconn-Angestellten sich in ähnlichen Situationen befinden. Das wären etwa 36.000 Menschen.
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Danke an unseren Leser N-Gamer für den News-Hinweis.

Kommentiert von Querdenker (Gast)

